Liebe*r Bildungsinteressierte*r,
der neue Koalitionsvertrag ist da und mit ihm die Hoffnung auf echten Fortschritt in der Bildungs- und Jugendpolitik. Besonders spannend: Bildung wird künftig im neu zugeschnittenen Familienministerium verankert, das nun auch Schule und Kita umfasst – eine Chance, soziale und bildungspolitische Themen stärker zu verzahnen.
Was Mut macht:
- Der Kinder- und Jugendplan des Bundes soll weiterentwickelt und finanziell gestärkt werden.
- Ein Kinder- und Jugendgipfel ist angekündigt – ein wichtiger Schritt in Richtung Beteiligung.
- Der Ganztag wird ausgebaut, ebenso Startchancen-Kitas und die frühkindliche Bildung.
- Mit einer Strategie für mentale Gesundheit, dem Fokus auf Demokratiebildung und Jugendmedienschutz sowie der Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und MINT-Bildung werden wichtige Zukunftsthemen aufgegriffen.
- Auch die Freiwilligendienste sollen besser ausgestattet werden – ein gutes Zeichen für Engagement.
Was es außerdem braucht:
1. Bildungsengagement gezielt fördern
Täglich engagieren sich Millionen Menschen in Kita- und Schulfördervereinen, Schüler*innenvertretungen und Elternbeiräten – ein beeindruckendes Potenzial für mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Dieses Bildungsengagement braucht gezielte Förderung mit jährlich mindestens 5 Mio. Euro, um bundesweite Strukturen aufzubauen und zu sichern, zu wirken und sichtbar zu sein.
2. Ehrenamt politisch sichtbar machen
Ein eigenes Staatsministerium für Engagement und Ehrenamt kann das Engagement von Millionen Menschen politisch sichtbar machen und stärken. Die geplante Bündelung unter dem Stichwort „Sport und Ehrenamt“ greift zu kurz.
3. Beteiligung ernsthaft ermöglichen
Ein Jugendgipfel ist ein guter Anfang. Doch Beteiligung braucht dauerhafte Strukturen und jugendgerechte Beteiligungsformate. Junge Menschen müssen gefragt und angehört werden und brauchen verbindliche Mitgestaltungsmöglichkeiten.
4. Weitere wichtige Schritte angehen
- Kinderrechte gehören ins Grundgesetz.
- Das Wahlalter sollte bundesweit auf 16 Jahre abgesenkt werden – nicht nur zur Prüfung gestellt.
- Die inklusive Kinder- und Jugendhilfe braucht konkrete, umsetzbare Lösungen.
Unser Fazit:
Der Koalitionsvertrag erkennt viele Herausforderungen an, bietet gute Ansätze und wichtige Impulse. Jetzt kommt es darauf an, diese Vorhaben mit Leben zu füllen und mutig umzusetzen.
Die Stiftung Bildung ist bereit, diesen Weg mitzugestalten, um gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Politik und Engagierten Bildung nachhaltig zu transformieren – für mehr Chancengerechtigkeit, starke Teilhabe und beste Bildung für alle Kinder und Jugendlichen.
Euer Team der Stiftung Bildung |