Liebe Leser*innen,
wir haben Grund zur Freude: Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) meldet für 2023 ein anhaltend hohes Spendenniveau. Trotz wirtschaftlicher Abschwächung und Inflation haben die Menschen in Deutschland 2023 insgesamt unglaubliche 12,8 Milliarden Euro für gemeinnützige Zwecke gespendet. Damit ist das Spendenvolumen gegenüber 2022 kaum gesunken.
Bildung ist jedoch ein relativ neues Spendenfeld und das Spenden für Bildung will erst noch gelernt werden. Bisher sind nur wenige Privatpersonen und Unternehmen bereit, für Bildung zu spenden.
Warum das so ist? Die meistgehörten Argumente sind „Bildung ist Aufgabe des Staates“ und „Es wird doch schon sehr viel Geld für Bildung ausgegeben“. Aber auch für Entwicklungshilfe, Katastrophenschutz, Gesundheit und Wohlfahrt ist der Staat zuständig und investiert zu Recht viele Steuergelder. Dennoch wird für diese Bereiche zusätzlich in nicht unerheblichem Maß gespendet. Wir müssen Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreifen. Während Bund, Länder und Kommunen die Verantwortung haben, mit vereinten Kräften für mehr Beteiligung und mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen, hat die Gesellschaft die Verantwortung, dies mitzugestalten.
Neben einem wachsenden Bildungsengagement, welches die neue ZiviZ-Sonderauswertung belegt, braucht es sowohl Spenden, als auch eine unabhängige, bundesweite, zivilgesellschaftliche Stimme für Bildung, damit das Bildungssystem allen Menschen offensteht und allen eine individuelle und am Menschen orientierte Perspektive eröffnet. Damit vor Ort – in Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche – die besten Ideen entstehen können.
Lasst uns weiter gemeinsam engagiert bleiben, euer Team der Stiftung Bildung |